Eine stabile und zuverlässige Melkroutine kann einen entscheidenden Unterschied machen. Zu diesem klaren Ergebnis kommt der 30-jährige Milchviehhalter Gerrit Damsteegt aus Marinusminde bei Bredebro in Südjütland.
Ende März ersetzte er zwei verschlissene Melkroboter durch einen gebrauchten 2x12 Mobistar Swing Over Melkstand von Dairy Systems Danmark. Innerhalb von weniger als einem Monat stieg die durchschnittliche Milchleistung in seiner Herde von 140 dänischen Holstein-Kühen um rund zwei Kilogramm pro Kuh und Tag – und der positive Trend hält weiterhin an.

Schnelleres Melken und effizientere Arbeitsabläufe
Ein Melkvorgang dauert nun etwa zweieinhalb Stunden – inklusive Vorbereitung, Reinigung und Pflege der Liegeboxen.
Gerrit Damsteegt übernahm den Betrieb im März 2018. Der Stall stammt aus dem Jahr 2008, und das Melken wurde seitdem von zwei DeLaval-Melkrobotern übernommen.
„Als ich den Betrieb übernommen habe, wurde schnell klar, dass die Roboter stark verschlissen waren. Es gab häufige Ausfälle, und die Wartungskosten waren deutlich zu hoch“, erklärt er.
„Damit war klar, dass sich im Melksystem etwas ändern musste.“

Unerwarteter Anstieg der Milchleistung
„Der Mobistar-Melkstand läuft problemlos. Ich hätte nicht erwartet, dass die Milchleistung steigt, wenn man von automatischem Melken auf konventionelles Melken zweimal täglich umstellt – aber genau das ist passiert“, sagt Gerrit Damsteegt.
Der Leistungsanstieg wird daher einer stabileren und gleichmäßigeren Melkroutine zugeschrieben. Die durchschnittliche Jahresleistung liegt inzwischen bei etwa 10.500 kg ECM pro Kuh.
Zusätzlich haben mehrere Kühe, die zuvor nur mit drei funktionsfähigen Zitzen gemolken werden konnten, wieder die volle Kapazität mit vier Zitzen erreicht.

Geringe Investition und einfache Installation
Der gebrauchte Mobistar-Melkstand wurde in einem Bereich des Stalls installiert, der zuvor als Krankenbucht genutzt wurde. Dadurch waren keine zusätzlichen baulichen Maßnahmen erforderlich.
„Bevor ich mich für diese Lösung entschieden habe, habe ich über neue Melkroboter oder einen neuen Melkstand nachgedacht. Ich habe mich für den Mobistar entschieden, weil meine Strategie darin besteht, große Investitionen zu vermeiden, die Produktionskosten niedrig zu halten und die Entwicklung abzuwarten“, erklärt Gerrit Damsteegt.
Er vereinbarte einen Festpreis, der Lieferung, Installation, Inbetriebnahme und den Abbau der alten Roboter umfasste. So wurden unerwartete Kosten vermieden. Die alten Roboter wurden im Rahmen der Vereinbarung in Zahlung genommen.
„Sie begannen morgens um sechs mit dem Abbau der Roboter, und am Nachmittag haben wir bereits mit dem Mobistar gemolken“, berichtet er.

Finanzierung und zukünftige Erweiterung
Der gebrauchte Mobistar-Melkstand wurde über eine Finanzierungslösung erworben.
„Ich habe eine attraktive Finanzierung über zehn Jahre mit der Bank vereinbart, was ich für eine gebrauchte Melkanlage als passend empfinde“, sagt der Milchviehhalter aus Südjütland.
Parallel zur Umstellung des Melksystems wurde der Stall umgebaut, sodass eine Erweiterung von derzeit 140 auf 180 Kühe sowie Jungvieh möglich ist.
Gerrit Damsteegt stammt ursprünglich aus den Niederlanden und arbeitete fünf Jahre lang als Herdenmanager in Dänemark, bevor er Marinusminde übernahm.
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