Mathias Hedegaard Hansen steht im Melkgraben seines Dairymaster Mobistar 12’ Swing-Over Melkstandes auf Enegaarde in Djursland. Noch vor wenigen Jahren sah sein Arbeitsalltag ganz anders aus.
Verschlissene Melkroboter, ständige Alarme und technische Ausfälle zwangen den jungen Landwirt, seine gesamte Melkstrategie zu überdenken. In Kombination mit herausfordernden Stallbedingungen führte dies zu einer klaren Entscheidung auf seinem neu übernommenen Betrieb.

Enegaarde, Djursland
Enegaarde liegt in Balle auf Djursland, wo Mathias Hedegaard Hansen seit 2019 wirtschaftet. Der Betrieb umfasst rund 180 Milchkühe sowie eine gleich große Anzahl an Jungtieren und wird von etwa 160 Hektar landwirtschaftlicher Fläche getragen.
Zusätzlich zur eigenen Produktion bewirtschaftet Mathias Weideflächen und übernimmt Lohnarbeiten. Im Alltag wird er von einem Auszubildenden, dem Vorbesitzer sowie mehreren Aushilfen unterstützt.

Anfangs zufrieden mit Melkrobotern – bis die Probleme kamen
Bei der Übernahme des Betriebs waren zwei Melkroboter installiert und rund 120 Kühe im Bestand. Ursprünglich plante Mathias, die Robotermelktechnik weiterzuführen.
Zu Beginn funktionierte alles wie erwartet. Doch mit der Zeit häuften sich die Probleme: Alarme rund um die Uhr, zunehmende Störungen und deutliche Verschleißerscheinungen nach über zehn Jahren Betrieb.
Schließlich wurde klar, dass die Robotermelktechnik nicht mehr zu seiner Arbeitsweise und seinen Anforderungen passte.
„Ich habe mich für einen Melkstand entschieden, weil er besser zu mir und meiner Arbeitsweise mit den Kühen passt.“

Von RDM zu Jersey – und Wachstum im Bestand
Der Wechsel vom Melkroboter zum Melkstand ging mit einer grundlegenden Umstellung im Betrieb einher. Mathias erhöhte den Bestand von 120 auf 180 Kühe und stellte vollständig auf Jersey um.
Die vorhandenen Liegeboxen waren für größere RDM-Kühe ungeeignet, weshalb die Umstellung auf Jerseys eine logische und heute sehr zufriedenstellende Entscheidung war.

Eine einfache Lösung, die jeden Tag funktioniert
Heute melkt Mathias seit über zwei Jahren mit seinem Dairymaster Mobistar 12’ Swing-Over Melkstand. Die zuvor eingesetzten Roboter waren 11 Jahre alt und zunehmend störanfällig.
Auf einer Fachmesse lernte er das Mobistar-Konzept kennen. Nach intensiver Prüfung erkannte er das Potenzial für seinen Betrieb. Milcotec unterstützte ihn mit Planung, Layout und Umsetzung.
Das Ergebnis: 160–165 Kühe werden von einer Person in etwa zwei Stunden gemolken. Zweimal täglich, mit stabil niedrigen Zellzahlen und einer Leistung von rund 33–34 kg EKM pro Kuh.
Entscheidend war letztlich die Einfachheit:
„Es ist unglaublich simpel. Einfach zu warten, einfach zu bedienen – und es funktioniert jeden Tag.“

Ein intensiver Umbau – aber die richtige Entscheidung
Der Umbau vom Robotersystem zum Melkstand war anspruchsvoll. Während der Umstellung stand der Stall kurzfristig leer, was intensiv für den Umbau genutzt wurde.
Die alten Roboter wurden entfernt, Betonarbeiten durchgeführt, Wände errichtet und der Melkstand installiert. Ein Großteil der Arbeiten wurde vom Betrieb selbst erledigt.
Der Melkstand wurde per Kran eingesetzt, anschließend erfolgte die finale Installation durch Milcotec inklusive Milch- und Reinigungssystem.
Der gebrauchte Mobistar-Melkstand wurde vollständig überholt geliefert und war technisch nahezu neuwertig. Mit Investitionskosten von rund 350.000 DKK plus Installation war dies eine wirtschaftlich attraktive Lösung.

Mehr Freiheit und weniger Stress im Alltag
Der Arbeitsalltag auf Enegaarde ist heute deutlich entspannter. Das Melken ist planbar, effizient und frei von nächtlichen Störungen.
Überraschend für viele: Mathias empfindet heute mehr Freiheit als zuvor mit Robotern. Bei Bedarf kann eine Vertretung problemlos das Melken übernehmen.
„Ich habe so mehr Freiheit und mehr Ruhe. Aber das hängt auch davon ab, wie man selbst arbeitet.“
Melkroboter ersetzen durch einen zuverlässigen Melkstand
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